<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<!-- Generated on Fri, 09 May 2008 15:30:51 -0400 -->
<rss version="2.0">
  <channel>    <title>Katja und Augustas trampen durch die Welt Briefe</title>
    <link>http://www.followtheroad.com/de/briefe.php</link>
    <description>Letters</description>
    <item>
      <title><![CDATA[ Unsere Fotos von Peru sind online! ]]></title>
      <description><![CDATA[ Hallo Freunde,<br /><br /><a href="http://www.followtheroad.com/de/fotos.php">unsere Fotos von Peru</a> sind endlich online! Schaut euch an, wie wir unsere Zeit im Dschungel von Peru verbracht haben und welche Erlebnisse wir entlang des Rio Napo, in Iquitos, Lima und Tacna hatten.<br /><br />Katja &amp; Augustas<br /><br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/unsere-fotos-von-peru-sind-online.html</link>
      <pubDate>2008-04-26 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Der Dschungel Perus entlang des Rio Napo ]]></title>
      <description><![CDATA[ Am Sonntag, den 13. Januar 2008, war es endlich soweit. Wir machten uns auf nach Coca, 350km östlich von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quito">Quito</a>, um von dort nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peru">Peru</a> zu gelangen.<br /><br style="font-weight: bold;"><span style="font-weight: bold;">Coca - der Beginn der Dschungelreise</span><br /><br />Am späten Nachmittag trafen wir in Coca ein und erstanden durch unsere Hartnäckigkeit zwei Bootfahrscheine für je US $10 (€ 6,70). Die Nacht verbrachten wir direkt im Boot. Die uns umgebenden Geräusche ließen uns in Nostalgie über unseren Aufenthalt in Belize schwelgen.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/way_to_rocafuerte/IMG_8080.JPG"><img border="1" align="left" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/way_to_rocafuerte/IMG_8080.JPG&amp;w=100"></a>Die Bootsfahrt von Coca nach Nuevo Rocafuerte, dem Grenzdorf kurz vor Peru, war nicht die gemütlichste, aber äußerst interessant für Augustas. Wir<a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/way_to_rocafuerte/IMG_8095.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/way_to_rocafuerte/IMG_8095.JPG&amp;w=100"></a> trafen nämlich auf einen Franzosen, der mit Zaubertricks seine Reisekasse aufzubessern wußte. Die ganzen 12 Stunden Bootsfahrt, die wir zwischen Passagieren eingequetscht auf unseren armen Hintern verbrachten, vergingen durch den regen Magier-Austausch und das Zeigen von Zaubertricks rasch um.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Das Stadtfest von Nuevo Rocafuerte</span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8177.JPG"><img border="1" align="left" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8177.JPG&amp;w=100"></a>In Nuevo Rocafuerte erwartete uns Nathalie bereits am Bootssteg. Wir hatten ihren Kontakt von zwei Spaniern erhalten, die mit Nathalie zuvor an einem Projekt gearbeitet hatten. Nathalies Familie brachte uns in ihrem Reis- und Kornschuppen unter, der einst eine Diskothek war.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8207.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8207.JPG&amp;w=100"></a>Nuevo Rocafuerte begrüßte uns freudig. Bereits am ersten Tag kannte uns fast jedes Kind, da Augustas seine neuen Zaubertricks kundtun wollte. In den folgenden Tagen kannte uns bereits das halbe Dorf und wir verbrachten den Tag fast ausschließlich mit den gesprächigen und neugierigen Dorfbewohnern.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8353.JPG"><img border="1" align="left" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8353.JPG&amp;w=100"></a>Obwohl uns offiziell nur 4 Tage Aufenthalt in Nuevo Rocafuerte blieben, verlängerten wir die Zeit um drei weitere, um das jährliche Stadtfest<a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8391.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/rocafuerte/IMG_8391.JPG&amp;w=100"></a> mitzuerleben. Gut, dass uns die Immigrationsbeamten statt 90 Tagen Aufenthalt aus Versehen 3 Monate zugestanden und so ungewollt unsere Teilnahme am Stadtfest ermöglichten. Manchmal hilft es halt doch, sich dumm zu stellen.<br /><br />Das Stadtfest war herrlich. Vier Tage lang wurden verschiedene Sportwettkämpfe durchgeführt und bis in die Nächte hinein gefeiert. Die Hauptattraktion waren die traditionellen Tänze, die von Tanzgruppen jeden Alters kurz vor dem Fest einstudiert wurden. Zudem wurde die jährliche Miss Nuevo Rocafuerte und die Sacha Wama gekürt. Die Sacha Wama ist die Dame, die die Einwohner in der Loretoregion für ein Jahr repräsentiert.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/way_to_pantoja/IMG_8487.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/way_to_pantoja/IMG_8487.JPG&amp;w=100"></a>Mit einem PekePeke (Privatboot mit winzigem Motor) für US $15 (€ 10) erreichten wir Pantoja, das erste Dorf in Peru nach dem Grenzübergang. Auf der Bootsfahrt überraschte uns einige Male der Regen. Mit Plastikplanen und<a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/way_to_pantoja/IMG_8494.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/way_to_pantoja/IMG_8494.JPG&amp;w=100"></a> großen Abfalltüten ausgestattet, sorgten wir für trockene Hintern der gesamten Bootsmannschaft. Ausgesprochen amüsant war dabei das Überstülpen der Abfalltüten, was die beiden Jungen am Bug des Minibootes vollzogen. Wir hielten uns die Bäuche vor Lachen, denn es sah tatsächlich aus, als säßen zwei lebende Abfalltüten nebeneinander. <br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/way_to_pantoja/IMG_8504.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/way_to_pantoja/IMG_8504.JPG&amp;w=300"></a><br /></div><br /><span style="font-weight: bold;">Deutscher Kuchen für Pantoja</span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_9053.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_9053.JPG&amp;w=100"></a>In Pantoja suchten wir nach Nicolas, einem Freund von <a href="http://www.katwise.com/">Kati</a> und <a href="http://www.kevinlmuth.com/">Kevin</a>, deren Briefe wir ihm überbringen wollten. Da Nicolas erst am kommenden Tag zurückkam, nahm seine Frau Marcela die Briefe freudig entgegen und lud uns ein, die Tage in Pantoja bei ihnen zu verbringen. Wir wurden mit unserem Zelt in der Küche untergebracht, die sich im Freien hinter dem Haus befand.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8521.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8521.JPG&amp;w=100"></a>Zwei ganze Wochen verbrachten wir mit Nicolas Familie und lernten viel über das häusliche Leben in der Dschungelregion Perus. Da Marcela mit dem Verkauf von Speisen die Familienkasse unterstützte, zeigte ich ihr, wie man Brötchen und Kuchen bäckt. Der typische deutsche Rühr- und Apfelkuchen begeisterte die Familie wie auch die Dorfbewohner und trägt seitdem zur Bereicherung des Familien- und Dorflebens bei.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8914.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8914.JPG&amp;w=200"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8815.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8815.JPG&amp;w=200"></a><br /></div><br />Marcela und Nicolas arbeiten regelmäßig auf ihrer Chakra (Feld), wo sie Kochbananen, Paprika, Tomaten, Yucca, Papaya, Zitronenfrüchte und anderes exotisches Gemüse und Obst anbauen. Im Garten hinter dem Haus wachsen eine Menge weiterer Früchte, die bei Appetit einfach gepflückt werden. <br /><br /><div style="text-align: center;">&nbsp;<a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja/IMG_8630.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja/IMG_8630.JPG&amp;w=100"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja/IMG_8657.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja/IMG_8657.JPG&amp;w=100"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja/IMG_8662.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja/IMG_8662.JPG&amp;w=100"></a><br /></div><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8684.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8684.JPG&amp;w=100"></a>Marcelas Kräutergarten hält, neben verschiedenen Teesorten, eine Menge Heilkräuter parat. Wird jemand krank, verschwindet sie kurz im Garten, um die den Beschwerden entsprechenden Kräuterlein zu zupfen. Die Kräuter der Pampa Oregano halfen mir und einer Französin, den Durchfall auszutreiben. Ihrer dreijährigen Tochter Rosita senkte sie das Fieber mit Blättern einer Pflanze, die bei Mischung mit Wasser eine geleeartige Flüssigkeit bildet und auf der Haut einen <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8788.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8788.JPG&amp;w=100"></a>Kühleffekt erzielt. Marcelas Wissen führte bis hin zu einer Art Baumharz, die im Dorf als "Sangre de Grado" bekannt ist. Dieser Harz wird auf Schnitt- und Brandwunden aufgetragen und trägt zu einer extrem schnellen Heilung bei. Dies konnten wir beobachten, nachdem sich Marcela eine Fingerkuppe ab und einen weiteren Finger angeschnitten hatte und ihre Tochter Carolina sich den Finger im Öl verbrannt hat. <br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8873.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8873.JPG&amp;w=100"></a>Die Kinder der Familie sind ausgesprochen hilfsbereit. Linda (9) und Carolina (12) halfen stetig das Haus und den Garten sauber zu halten. Sie wirkten bei der Zubereitung der Speisen mit und liefen allein oder in Begleitung ihrer Mutter Marcela durch Pantoja, um die Esswaren zu verkaufen. <br /><br />Rosita war mit ihren drei Jahren noch zu klein, um im Haushalt mitzuhelfen, jedoch bereits ausgesprochen selbstständig. Am Nachmittag nahm sie zum Beispiel immer ein <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8805.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8805.JPG&amp;w=100"></a>Bad. Carolina oder Linda bereiteten ihr Waschwasser vor und alsbald verschwand Rosita auf dem Waschplatz, um sich kräftig einzuseifen und dann jauchzend abzuspülen. Selbst die Haare wusch sie sich selber. Es war göttlich zu beobachten, wie sie dabei Selbstgespräche führte. Nach dem Bad suchte sie sich selbständig neue Sachen heraus, zog sich an und ließ sich mit Freude das Haar herrichten.<br /><br />Die vierte Tochter Marilyn (14) war während unseres Besuches abwesend. Sie hielt sich für die Ferienmonate (Januar bis März) in Iquitos auf, um dort einen Computerkurs zu absolvieren. <br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8909.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8909.JPG&amp;w=100"></a>Die Tage mit Nicolas Familie waren fantastisch. Die freie Zeit verbrachten wir meist im Schatten des Hauses und unterhielten uns über Gott und die Welt. Um Abwechselung in die Kartenspiele zu bringen, die wir tagtäglich spielten, fertigten wir ein Mensch ärgere dich nicht und ein Dame-Spiel an. Es war herrlich, die Freude und den Enthusiasmus über dieses neue Spiel bei der Familie zu beobachten.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8988.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8988.JPG&amp;w=300"></a><br /></div><br /><span style="font-weight: bold;">Fasching in Angoteros </span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/cabo_pantoja/IMG_9102.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/cabo_pantoja/IMG_9102.JPG&amp;w=100"></a>Von Pantoja ging es mit der Cabo Pantoja, dem größtem und saubersten Boot entlang des Rio Napo, nach Angoteros. Voraussichtliche Ankunftszeit für uns war 3 Uhr nachts. Fertig gepackt und ankunftsbereit hielt das Boot plötzlich im Nirgendwo, schaltete den Motor ab und ließ uns zwei Sekunden später im Dunkeln sitzen. 'Na toll', ging es uns durch den Kopf, denn nun mußten wir im Sitzen schlafen. <br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/cabo_pantoja/IMG_9115.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/cabo_pantoja/IMG_9115.JPG&amp;w=100"></a>Gegen 6 Uhr morgens erbarmte sich der Kapitän endlich, uns in Angoteros herauszulassen. Überraschenderweise fuhr das Boot an Angoteros vorbei und hielt weit entfernt, auf der anderen Seite des Flußes. Gut, dass der Krankenpfleger, den wir in Pantoja kennen lernten, dabei war, denn nur durch ihn verstanden wir, dass dies der Haltepunkt für Angoteros war. Wie hätten wir das wohl erahnen können, zieht man in Betracht, dass wir an einem Stück gerodeten Dschungel anlegten. Fix ausgestiegen arrangierte der Krankenpfleger uns auch noch ein PekePeke, um schließlich in Angoteros anzukommen. Die Fahrt kostete uns 10 Soles (€ 2,50) und brachte uns direkt zum Haus des Apus, dem Chef des Dorfes.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9304.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9304.JPG&amp;w=100"></a>Der Apu war nicht da, so dass wir uns mit unserem Gepäck durch das Dorf wanden, bis wir am Puesto de Salud (Gesundheitszentrum) eintrafen. Dort sprachen wir gerade mit dem jungen Arzt Oscar, als der Apu endlich auftauchte. Wir baten ihn um Erlaubnis, für ein paar Tage im Dorf verweilen zu dürfen. Er stimmte zu und Oscar bot uns sogleich an, in seinem ehemaligen Zimmer zu nächtigen. Alles hatte perfekt geklappt und nachdem wir uns eingerichtet hatten, kochten wir auf der Straße, um mit den Einwohnern einen ersten Kontakt aufzubauen. Das Staunen über unseren Campingkocher war groß und vor allem Frauen und Kinder reckten ihre Nasen, um das Wunder zu begutachten.<br /><br />Angoteros ist ein Quechua-Dorf, wo Quechua als Hauptsprache und Spanisch nur als Zweitsprache gesprochen wird. Das Dorf wird vom Apu geleitet, bei dem für alles eine Erlaubnis eingeholt werden muß. Gut, dass wir das vorher wußten und deswegen um Genehmigung für unseren Aufenthalt baten. Denn wer den Apu, sozusagen den Dorfchef, mit Respektlosigkeit begegnet, der kann sich gewiß sein, dass sich das ganze Dorf gegen einen stellt.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9125.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9125.JPG&amp;w=100"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9129.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9129.JPG&amp;w=100"></a>Wir schienen am richtigen Tag eingetroffen zu sein, denn das Dorf befand sich mitten im Faschingsfest. Das dauert bis zu einer Woche und resultiert in der unkontrollierten Einnahme von Masato. Dieses Getränk wird aus Yucca hergestellt. Die Yucca wird gekocht, dann von zahlreichen Personen gekaut, ausgespuckt und schließlich für ein bis zwei Tage gegärt. <br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9128.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9128.JPG&amp;w=100"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9126.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9126.JPG&amp;w=100"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9119.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9119.JPG&amp;w=100"></a><br /></div><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9241.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9241.JPG&amp;w=100"></a>Gut, dass wir das mit dem Kauen nicht vorher wußten, denn auch wir wurden zum Faschingsfest eingeladen. Beim Betreten des Hauses wurden wir mit Flußwasser übergossen, dann wurden uns Yuccareste auf Haar und Körper geschmiert und Augustas sogar in den Mund gesteckt. Daraufhin mußten wir schließlich Masato trinken und wurden mit dieser Prozedur in die Runde der Feierlustigen aufgenommen. <br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9130.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9130.JPG&amp;w=300"></a><br /><br /></div>Alsbald bat man uns auf die Tanzfläche, auf der uns die Dorfgemeinschaft in ihrem Feierwahn mitriß. Jauchzend stimmten wir ein und hüpften etliche Runden im Kreis. Der Apu war bereits völlig betrunken, denn schließlich ist es seine Pflicht, jede Schale ihm angebotenen Masato zu leeren. <br /><br /><span style="font-weight: bold;">Die Einladung des Guajoyas Chefs</span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9131.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9131.JPG&amp;w=100"></a>Der Apu feierte ausgiebig mit dem Chef von Guajoyas, einem Dorf, dass 3 Stunden zu Boot entfernt, in der Mitte des Dschungels liegt. Die dortigen Einwohner sind Sekoya, eine der noch am wenigsten von der Moderne beeinflußten Menschen in der Region.<br /><br />Wahrscheinlich seines trunkenen Zustandes wegen lud er uns ein, sein Dorf kennenzulernen. Wir verabschiedeten uns also fix von der Faschingsgesellschaft, badeten voll bekleidet im Fluß, wechselten unsere Sachen, packten den Rucksack und los ging es mit einem völlig betrunkenen Herrn, in einem winzigen Boot, zu Wasser durch den Dschungel. Nachdem wir an einem winzigen Dorf angehalten hatten, um dort weiteren Masato zu trinken und der Gesellschaft beim Tanzvergnügen beizuwohnen, fuhren wir mit dem Boot in die pechschwarze Dschungelnachtlandschaft hinein. Oscar, so der Name des Guajoyas-Chefs, hatte in keinster Weise über eine Lichtquelle nachgedacht, so dass es ein Glück war, unsere Leselampen dabeizuhaben. Wer weiß in welcher Mangrovenwurzel wir sonst stecken geblieben wären.<br /><br />Während Oscar fleißig in seinem Nachthemdartigen Gewand am Bug des Bootes herumturnte, genoß ich die besondere Atmosphäre einer Nachtreise im Boot durch den Dschungel Perus. Ich fühlte mich derart geborgen, als wäre ich ein Dschungelkind. Es war faszinierend. Zwischendurch ließ Oscar einige Male verlauten, <span style="font-style: italic;">"Ich muß mal urinieren"</span>, schwang sich gekonnt auf die Seitenwand des Bootes und ließ sein Wasser in den Fluß plätschern. Wir hielten noch einige Male an, oder verfolgten unverständliche Gespräche, die Oscar mit irgendwem irgendwo im Dschungel mittels lautstarken Zurufen entlang des Flußes führte. Oscar lud uns ein weiteres Mal bei irgendwelchen Verwandten ein und nachdem er dort erneut Unmengen von Masato (dem<a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9132.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9132.JPG&amp;w=100"></a> alkoholischen Nummer Eins Gestränk in Perus Selva) in sich hineingeschüttet hatte, fing er auf der Weiterreise an, unkontrolliert hin- und herzuwackeln, was das Boot einige Male fast zum Kentern brachte. Das Idyll und Wohlsein war mit einem Schlag vorbei, doch mit festem Willen überzeugte ich meine Gedanken davon, dass alles gut gehen wird.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9147.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9147.JPG&amp;w=100"></a>Nach 5 Stunden legten wir endlich in Guajoyas an, schlichen ins Haus und nach dem Aufhängen unserer Moskitonetze, verschwanden wir für einige Stunden auf dem Holzfußboden. Am nächsten Morgen lernten wir das Dorf näher kennen, entdeckten neue Früchte und Gerichte, besuchten Oscars Ackerland und widmeten uns der Krankheitsgeschichte von Oscars Frau. Wir notierten ihre Symptome und versprachen, in Peru nach einem Biomagnetismus-Spezialisten zu suchen, der eine Ferndiagnose vornehmen sollte. <br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9157.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/guajoyas/IMG_9157.JPG&amp;w=100"></a>Obwohl Oscar uns die Rückfahrt für den Nachmittag zugesagt hatte, wurden wir gezwungen zu bleiben, da die Familie ihr ganzes Benzin fürs Fernsehen ausgegeben hatte. Elektrizität gab es zwar nicht in dem Dorf, doch Oscars Sohn hatte dem Fernsehvergnügen mit einem Generator auf die Beine geholfen, der soviel Energie produzierte, dass die Familie ein Video über Jesus sehen konnte. Unglaublich und wirklich traurig, dass es diese Art von Medium bis in die weitentfernten Winkel der Dschungelregionen von Peru geschafft hat.<br /><br />Anstatt heimzufahren badeten wir also im Fluß und nahmen den viel zu wohlgenährten und von sich selbst überzeugten Warenhändler, der dabei war, sich im Dorfe niederzulassen, unter die Lupe. Wir bedauerten nicht weder in der Lage noch Position zu sein, die Dorfgemeinschaft über die wahren Ziele seines Auftauchens, seiner schlauen Strategien zur Kundengewinnung und seiner Tricks, die Dorfbevölkerung von ihm abhängig zu machen, aufklären zu können. Uns hätte man nämlich am wenigsten geglaubt. Um genau zu sein, hätten wir damit wohl das Kriegsbeil ausgegraben.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9315.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9315.JPG&amp;w=100"></a>Am kommenden Morgen ging es zurück nach Angoteros, wo noch immer das Faschingsfieber tobte. Diesmal verkrochen wir uns aber vorsichtshalber in unserer Hütte, denn von Masato und durchweichten Klamotten hatten wir genug zu diesem Zeitpunkt. <br /><br />Irgendwie war mit dem Ende des Faschings auch das Ende der Gastfreundlichkeit eingeläutet, denn im nüchternen Zustand ließ uns die Dorfbevölkerung unsere Andersartigkeit mit Abwendungen und eigenartigen Seitenblicken spüren. Um einen tieferen Einblick in die Kultur und das häusliche Leben der Quechua-Menschen zu bekommen, hätten wir eine Vorliebe für den durchgekauten Masato entwickeln müssen, worauf wir nicht gerade scharf waren. Selbst bei einem Spaziergang mußten wir uns höllisch vorsehen, nicht in ein paar Arbeiter hineinzurennen, die vor, während und nach (oder auch statt) der Arbeit eine ganze Schale Masato vertilgten. Einmal versuchten wir eine Einladung auf die Weise zu umgehen, dass wir ein Wettrennen initiierten. Leider half das alles nichts, denn als wir gerade an der Gesellschaft vorbeisausten, rief ein Herr uns nach und Augustas, pflichtbewußt wie er ist, wollte diese Einladung nicht überhören. Wir mußten also gekonnt künstlich an dem Masato nippen, mit dem ich mich jedes Mal bekleckerte und dafür ganz herzlich danken. <br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9284.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/angoteros/IMG_9284.JPG&amp;w=300"></a><br /></div><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/jeisawell/IMG_9426.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/jeisawell/IMG_9426.JPG&amp;w=100"></a>Die Abreise gestaltete sich unkompliziert. Der Fluß war reichlich angestiegen, so dass die Jeissawell, unser zweites Boot, viel näher an Angoteros ankern konnte. Mit dem Schnellboot des Puesto de Salud wurden wir samt Jerry, einem Laboristen, zur Jeissawell gebracht, hingen unsere Hängematten auf und schaukelten uns alsbald durch den Nachmittag. <br /><br /><span style="font-weight: bold;">Bäckergeheimnisse enthüllt in Santa Clotilde</span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/cabo_pantoja/IMG_9100.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/cabo_pantoja/IMG_9100.JPG&amp;w=100"></a>Nach einer ungemütlichen Nacht in unseren billigen Hängematten, etlichen unappetitlichen Reis-Kochbanane-Mahlzeiten und einem undefinierbaren Flußwassergebräu namens Haferflockensuppe, in höchsten Tönen quiekenden Schweinen, gröllenden Hähnen und unzähligen Beladungen des Bootes, erreichten wir am folgendem Nachmittag Santa Clotilde. Jerry gab uns den Tipp, mit <a href="http://santaclotilde.galeon.com/">Pastor Mauricio</a>, dem Oberarzt und Klinikleiter des örtlichen Krankenhauses zu reden, um eine kostenlose Unterkunft zu finden. Der war von unserem Auftauchen zwar überrascht, doch die Einladung in sein Haus gewährte er uns trotzem. Dort teilten wir mit vielen anderen Besuchern, die Patienten aus den umliegenden Dörfern brachten, einen Raum, der einst wohl die Wohnstube war.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9499.JPG"><img border="1" align="left" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9499.JPG&amp;w=100"></a>Ein solches Paradies, wie uns Jerry Santa Clotilde beschrieben hatte, war es letztendlich doch nicht. Beklagen kam jedoch nicht in Frage. Unsere Haupttätigkeit in Santa Clotilde bestand in dem Besuch von verschiedenen Bäckereien, um deren Backgeheimnisse zu entlocken und Verfahrensweisen zu erkunden. Diese notierten wir bis ins kleinste Detail notiert, um sie später <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9503.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9503.JPG&amp;w=100"></a>an Marcella in Pantoja zu senden, damit sie ihre Laufbahn als Brötchenbäckerin erfolgreich in Angriff nehmen konnte. Dabei kam es gar so weit, dass wir in der Bäckerstube des Krankenhauses mitbuken. Nebenbei stellten wir uns im Krankenhaus freiwillig als Putzfrauen an, um dem Team ein wenig unter die Arme zu greifen und um neue Leute kennenzulernen.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9440.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9440.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9469.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9469.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9516.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9516.JPG&amp;w=150"></a><br /></div><br />Wenn wir schon einmal irgendwo auftauchen, dann passiert sicher auch etwas. So auch der Fall in Santa Clotilde, wo doch tatsächlich zum ersten Mal in deren Geschichte, ein Frachtboot unterging. Und das nur, weil eine Seite überladen wurde. Interessant war, dass ich bereits einen Tag zuvor sah, dass das Boot merklich an einer Seite absackte. Nun, am nächsten Morgen lag es seitlings im Wasser und selbst Motoren, mechanischer Erfindungsreichtum und Manneskraft ließen am Untergang der CamuCamu nichts ändern.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9519.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9519.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9521.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9521.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9520.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/santa_clotilde/IMG_9520.JPG&amp;w=150"></a><br /></div><br />Ein weiterer bewegender Moment für die Dorfbewohner war der Abschied von Pastor Mauricio, der 22 Jahre seines Lebens als Chefarzt die Menschen entlang des Rio Napo geheilt hat.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Auf Wiedersehen Rio Napo</span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/miluska/IMG_9428.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/miluska/IMG_9428.JPG&amp;w=100"></a>Es hieß erneut aufsatteln, diesmal mit dem letzten Boot namens Miluska, direkt nach Iquitos. Nach 5 Wochen im Rio Napo fühlten wir uns einfach reif für einen Szenenwechsel. Auf dieser letzten Fahrt erkrankte Augustas an Malaria und Dengue-Fieber, dass uns schließlich dazu zwang, einen ganzen Monat in Iquitos zu verbringen.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Rio Napo Reiseführer in Englisch</span><br /><br />Für die unter euch, die es gerne ganz genau wissen wollen, gibt es bereits auf Englisch unseren Rio Napo Reiseführer. Einfach <a href="http://www.followtheroad.com/en/rio-napo-guide-from-ecuador-to-peru.html">HIER</a> klicken.<br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/der-dschungel-perus-entlang-des-rio-napo.html</link>
      <pubDate>2008-04-25 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Drei Wochen in Lima und andere März-Neuigkeiten ]]></title>
      <description><![CDATA[ Im März verbrachten wir drei Wochen in Lima, der Hauptstadt von Peru. Der Hauptgrund waren meine Symptome einer unbekannten Krankheit. Zuerst Erkältungserscheinungen, dann Bronchitis, zunächst Krämpfe in der rechten und linken Brust... All dies begann in Iquitos, kurz nachdem Augustas <a href="http://www.followtheroad.com/de/wie-das-dengue-fieber-freundschaft-mit-malaria-schloss.html">Malaria behandelt und sein Dengue-Fieber verschwunden</a> war. Wir erwogen bereits eine Reaktivierung des Herpes Zoster, was ich vor 5 Jahren erlebte, oder aber eine Verschlimmerung der Symptome meiner Postzoster-Neuralgie. <br /><br />Wir begannen nach Biomagnetismus-Spezialisten in Peru zu suchen, doch leider gibt es im ganzen Land nur 3 von ihnen und die verlangen Preise, die sich unsereins nicht leisten kann (eine Behandlung kostet 150-170 Soles, was ungefähr €40 entspricht). <br /><br />Zudem behauptete einer dieser Doktoren, dass er mit dem verlangten Behandlungspreis im Sinne aller sozialer Klassen handelt. Bei einem Durchschnittseinkommen der ärmeren Bevölkerung von €70 pro Monat fragt sich unsereins ernsthaft, wie sich diese Menschen eine Behandlung leisten können und wenn sie das Geld wirklich aufbringen, welche Konsequenzen das wohl für die Lebenssituation dieser Person nach sich zieht. Die persönlichen Gespräche mit diesen Doktoren weckten in uns den Eindruck, dass nicht der Wille zu helfen sondern Geld ihr wahrer Antrieb ist. Wir entschieden uns deswegen, für eine Behandlung mit Biomagnetismus nach Chile zu gehen. In Iquique, wo wir 5 Tage verbrachten, unterzog ich mich zwei Behandlungen und fühle mich seitdem wesentlich besser.<br /><br />Ende März erhielt Augustas das POSITIVE Resultat der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leptospirose">Leptospirose</a> Analyse, welche Ende Februar initiiert wurde (die Diagnose für diese Krankheit dauert 3-4 Wochen). Leptospirosis ist eine ernsthafte Krankheit, bei der es unabdingbar ist, schnell zu reagieren. Leptospirosis wird mit einer 10tägigen Einnahme von Doxycycline (Antibiotika) behandelt, die Augustas sofort durchführte. <br /><br />Da meine Symptome nicht abklangen, vermuteten wir bei mir eine tropische Infektionskrankheit (schließlich haben wir zwei Monate im peruanischen Dschungel verbracht). Auch ich begann mit der Einnahme von Doxycycline. Diesen Gedanken verfolgend besuchten wir außerdem einen erfahrenen Tropenarzt, doch zu unserer Überraschung diagnostizierte er nur eine Bronchitis, nichts weiter. Er verschrieb mir eine 7tägige Antibiotikabehandlung mit Claritromicina. Natürlich akzeptierte ich dieses Mal die Chemiekeule, denn die Angst saß mir noch immer im Nacken. Nach 4 Tagen reagierte mein Körper (wie gewohnt) so stark auf die Antibiotika, dass ich fürchterliches Herzrasen bekam und zur gleichen Zeit meine Muskelkrämpfe im Brustbereich (vor allem in der Herzgegend) zurückkehrten. Ich nahm die Antibiotika noch einen Tag länger, da die Nebenwirkungen aber anhielten, stellte ich die Einnahme dieser Chemiekeule nach 5 Tagen ein.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/lima-theater2/IMG_0018.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/lima-theater2/IMG_0018.JPG&amp;h=120"></a>Lima ist eine enorm große Stadt mit 9 Millionen Einwohnern. Wir lebten im Bezirk Comas, im nördlichen Teil Limas. Hier verbrachten wir die meiste Zeit, denn die Fahrt ins Stadtzentrum war viel zu zeit- und nervenraubend. Die Hinfahrt kostete uns bis zu 1,5 Stunden, abhängig von Staus und der Busroute. Da wir weniger gern 3 Stunden am Tag in überfüllten Bussen verbringen, ließen wir das mit Vorliebe bleiben. In Comas beherbergte uns Carla, eine Tramperin, Schauspielerin und wirklich interessante Persönlichkeit.<br /><br /><span style="font-style: italic;"><br /><br /><br />Hier ist eine Liste der bewegensten Ereignisse während unseres Limaaufenthaltes.</span><br /><br /><span style="font-weight: bold;">Erdbeben</span><br /><br />In der Nacht vom 28 zum 29 März wachte Augustas mitten in der Nacht auf. Während er sich aufsetzte fühlte er das Bett wackeln. Das Vibrieren war eindeutig ein Erdbeben und da ich von all dem nichts mitbekam, rief er, "Katja, ein Erdbeben!" Ich schaute ihn ungläubig von der Seite an und fragte, "was ist den los?", denn meiner Meinung nach stand alles still. Augustas zögerte. In dem Moment, wo er mich wach gerüttelt hatte, war das Erdbeben bereits vorbei. Es schien ihm wohl etwas unbehaglich zu sagen, dass die Erde wackelt, wenn es gar nicht so ist. Mit anderen Worten, er war verwirrt und fragte sich, ob er das alles nur geträumt hatte. "Keine Sorge, alles ist in Ordnung...schlaf, schlaf...", meinte er kurz darauf zu mir und so sanken wir zurück in die Kissen und schliefen seelenruhig ein.<br /><br />Morgens. Ich genoß bereits den neuen Tag während Augustas noch im Bett herumlümmelte. Plötzlich wackeln die Fenster begleitet von einem krachenden Geräuch, die Wände bewegen sich, ALLES wackelt...jetzt ist es sicher: ein Erdbeben!!! Wir rannten aus dem Zimmer, doch mir dämmerte, "meine Papiere!" Ich lief zurück und angelte mit Mühe meine Halstasche mit Reisepass etc drinn aus dem Rucksack. Jetzt dämmerte es auch bei Augustas. "Meine Hose!", rief Augustas und lief in Unterhose bekleidet fix zurück ins Zimmer. 'Reisepass!', war sein zweiter Gedanke. In dem ganzen Stress konnte er sich nicht erinnern, wo er diesen gelassen hatte, er griff also gelich nach dem gesamten Rucksack und schliff ihm aus dem Zimmer. Schließlich fiel ihm doch noch ein, wo die Papiere waren. Er ergriff sie und als wir aus dem Haus auf die Straße kamen, war das Erdbeben bereits vorbei.<br /><br />Am nächsten Tag schrieben die Tageszeitungen, dass das erste Erdbeben um 1:30 Uhr nachts eine 4,3 auf der Richterskala anzeigte. Das Erdbeben um 8 Uhr morgens kam auf 5,3 Punkte. Diese Erbeben waren natürlich weit entfernt von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Peru_2007">Katastrophe, die im vergangenen August 2007 Peru traf</a>. Damals erreichte das Beben eine 8,0 auf der Richterskala.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Der beste Reisende Litauens</span><br /><br />Im März wurde Augustas zum besten Reisenden Litauens des Jahres 2007 gekürt. Dieser Wettbewerb für Reisende heißt "<a href="http://magelanas.blogas.lt/">Der Magelan von Litauen</a>" und wurde bereits zum zweiten Mal von der <a href="http://www.gps.lt/">InfoEra</a> organisiert, dem offiziellen Distributor von <a href="http://www.magellangps.com/">Magelan GPS</a>s in Litauen.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Kurz, kürzer, am kürzesten</span><br /><br />Als Augustas Ende Februar unter <a href="http://www.followtheroad.com/de/wie-das-dengue-fieber-freundschaft-mit-malaria-schloss.html">Fieberattacken verursacht durch Dengue und Malaria</a> litt, fühlte er sich außerordentlich von seinem langen Haar belästigt. Das Einzige was er damals wollte war, seinem Pferdeschwanz auf wiedersehen sagen.<br /><br />Augustas Kurzhaar-Tick übertrug sich wie ein Virus auf mich. Ich begann von einer Kurzhaarfrisur zu träumen, mit der ich morgens den Kamm schlichtweg vergessen kann. Im Internet fand ich dieses Foto, in was ich mich regelrecht verliebte:<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/lima/haircut.jpg"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/lima/haircut.jpg&amp;w=150"></a><br /></div><br />Als Augustas tropische Krankheiten geheilt waren, vergaß er nahezu die Belästigung durch sein langes Haar. Ich allerdings war bereits besessen von der Idee einer pflegeleichten Kurzhaarfrisur. In Comas gab es etliche Friseurläden, in denen man für 5 Soles (€1,20) seine Haarpracht verändern konnte, doch ich traute diesen Friseuren nicht über den Weg. Abgesehen davon, dass auch Carla mir davon abriet, sah ich, wie zum Beispiel die Männer allesamt mit dem gleichen Haarschnitt aus dem Laden spazierten. Ich zog Qualität in dieser Hinsicht vor und so fuhren wir zu einem anderen Stadtteil namens Los Olivos und ich legte für meinen Schnitt das Vierfache auf den Tisch (€ 5). Den Laden hatte ich nach Gefühl ausgesucht und mit einem zufriedenen Lächeln spazierte ich nach einer Stunde wieder hinaus. Ich war seelig.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/lima/augustas_senas.jpg"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/lima/augustas_senas.jpg&amp;w=60"></a>Augustas konnte nun auch nicht länger an sich halten. In einem 5 Soles Friseurladen in Comas ließ er anhand eines alten Reisepass-Fotos seine Haarpracht stutzen. Wie frisch gebacken stand er eine halbe Stunde später lächelnd mit seiner neuen Kurzhaarfrisur vor mir. Ein Erfolg auf ganzer Linie.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/lima/IMG_0292.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/lima/IMG_0292.JPG&amp;w=200"></a><br /></div><br /><span style="font-weight: bold;">Der Schwachsinn des Kapitalismus</span><br /><br />Um Katjas Bronchitis zu heilen, verschrieb der Tropenarzt in Lima folgende Medizin:<br /><br /><div style="text-align: center;"><span style="font-style: italic;">Klaicid 500 mg</span><br style="font-style: italic;"><span style="font-style: italic;">(Claritromicina)</span><br style="font-style: italic;"><span style="font-style: italic;">14 Tabletten</span><br /></div><br />In der Klinikapotheke fragten wir nach dem Preis für das Medikament. Nach einer kurzen Suche im Computersystem meinte die Pharmazeutin, "10 Soles (€ 2,50)." <br />Ungläubig schauten wir uns an. <br />"Ist das der Preais für 10 Tabletten?" <br />"Nein, für eine", erklärte die Pharmazeutin. <br />Wir konnten es nicht glauben. <br />"Haben Sie nicht eine billigere Variante dieser Medizin? Zum Beispiel von einer anderen Firma?" Sie bat uns kurz zu warten. <br />"Ja, haben wir. 13 Soles (€ 2,20) für eine Packung mit 10 Tabletten." <br /><br />Was, wenn nicht völliger <span style="font-weight: bold;">GELD orientierter Kapitalismusblödsinn </span>ist das denn bitte schön? Wir konnten keine Erklärung dafür finden.<br /><br />PS: Diese Art von billiger, "unkommerzieller" Medizin läuft in Peru unter dem Namen "generico" (markenlos). Unsere peruanische Freundin Carla meinte, dass sie gehört hätte, dass die Regierung bald den Verkauf von markenloser Medizin verbieten will. Das würde zu einem wahren Desaster für ein armes Land wie Peru führen.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Die Große Suche</span><br /><br />Wir sind keine Googler, was wir suchen, nimmt also Zeit in Anspruch. Wir reden hier von Jobmöglichkeiten. Letzten Monat haben wir über 100 Emails an Hotels und Hostals in Bolivien, Peru, Uruguay, Argentinien und Chile auf der Suche nach einem bezahlten Job versendet. Unser Ziel ist es, ein bischen Geld zu verdienen, um unsere Reise des Lebens fortzusetzen.<br /><br />Bisher haben wir nur eine Anfrage von einem Reisebüro in San Pedro de Atacama, die Stadt in der trockensten Wüste der Welt, bezüglich der Anfertigung einer Website erhalten. Zudem wird Augustas weiterhin für die litauische Presse schreiben und ich werde geduldig auf die Korrektur von meiner ehemaligen Deuschlehrerin Andrea warten, die sich mit Hingabe durch mein 500seitiges Werk über den ersten Teil unserer Reise kämpft (vom Januar 2006 bis April 2007). Sobald dies getan ist, werde ich mich auf die Suche nach einem Verleger im deutschsprachigen Raum begeben.<br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/drei-wochen-in-lima-und-andere-marz-neuigkeiten.html</link>
      <pubDate>2008-04-18 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Wir sind in Chile ]]></title>
      <description><![CDATA[ Nach drei Wochen in Lima, in denen ich mich mit einer Bronchitis herumquälte, die selbst dem stärksten Antibiotikum widerstrotzte, gab uns eine Ärztin den Tip, dass es sich hier um eine Asthma Bronchiale wegen der in Lima vorherrschenden Umweltverschmutzung handeln könnte. Wir nahmen also unsere Beine in die Hand und fanden uns zwei Tage später auf dem Weg nach Arequipa wieder, um endlich einmal wieder tief durchatmen zu können.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/IMG_0349.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/IMG_0349.JPG&amp;w=150"></a>Mit dem Nachtbus (1030 km, 45 Soles - 11€) erreichten wir Donnerstag vormittag die wunderschöne Altstadt Arequipa, die auf über 2.000m in ihrer weißen Pracht strahlt. <br /><br />Ein <a href="http://www.hospitalityclub.org/">HospitalityClub</a> Mitglied bot uns dort Unterkunft an. "Ihr seid in meinem Haus herzlich willkommen", meinte sie. Nachdem wir bei ihren Eltern für ein paar Stunden auf sie gewartet hatten, schickten sie uns schließlich zu ihrer Tochter nach Hause. So dachten wir. Stattdessen wurden wir zu einem Hostel geschickt, wo weder das Mitglied lebte, noch die Besitzerin über unser Kommen informiert war. Die Übernachtung dort konnten wir uns nicht leisten (ca. € 5). Unsere Enttäuschung über diesen vergeudeteten Tag beendeten wir mit einem vegetarischen Abendmahl und der Entscheidung, uns direkt nach Chile aufzumachen.<br /><br />Freitagmorgen um 4 Uhr waren wir in Tacna, der südlichsten Stadt Perus, 35km von der chilenischen Grenze entfernt. Um 8 Uhr kamen wir in Arica, Chile an. Von dort ging es per Anhalter nach Iquique, wo wir gegen Abend eintrafen. <br /><br />Da ein Lonely Planet Reiseführer nicht zu unserer Reiseausstattung gehört, war die Entdeckung, dass der Norden Chiles eine einzige Wüste ist, eine wahre Überraschung. Die Einwohner behaupten, dass diese Wüste größer als die Sahara sei, denn sie reicht von der peruanischen Grenze 1000km in Richtung Santiago de Chile. <br /><br /><p align="center"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0381.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0381.JPG&amp;w=120"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0378.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0378.JPG&amp;w=120"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0376.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0376.JPG&amp;w=120"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0369.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/way_to_iquique/IMG_0369.JPG&amp;w=120"></a></p><br />Chile ist in 13-15 Regionen eingeteilt. Neben den Namen der Regionen, verweisen die Einwohner hier meist auf die Nummern. In der Landkarte und auf Straßenschildern werden die Regionen meist mittels römischen Nummern (Region VII, Region II, etc.) angezeigt.<br />- Aus welcher Stadt kommst du?<br />- Aus Temuco.<br />- Wo ist das?<br />- In der 9. Region.<br />So und so ähnlich verlaufen jeweils die Gespräche über die Herkunft mit Einwohnern Chiles.<br /><br />Jamir, ein <a href="http://www.hospitalityclub.org/">HospitalityClub</a> Mitglied, öffnete die Tür seines Hauses in Iquique und ließ uns in sein Reich eintreten. Jamir lebt mit seiner Mutter, Schwester und der 90 Jahre alten Großmutter unter einem Dach. Sein Zimmer ist eine Fundgrube für Transformerfreunde, denn auf dem Regal reihen sich etliche dieser Trickfilmfiguren in Plastikausführung aneinander. Einige dieser Figuren haben doch tatsächlich schon 22 Jahre auf dem Buckel. Unglaublich. Jamir ist außerdem Computerspielesüchtig und verbringt vor allem seine Samstage mit dem Abbau seiner aufgestauten, negativen Energien vor der Spielkonsole. Unter der Woche arbeitet er beim Militär in der Infanterie und durchkämt zu Pferd die Wüste im Norden Chiles auf der Suche nach illegalen, bolivianischen Einwanderern. Eine Arbeit, die sicher nervenaufreibend ist und ein Ventil zum Luftablassen benötigt.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/iquique/IMG_0402.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/iquique/IMG_0402.JPG&amp;w=200"></a>Da Jamir eine Katze im Haus hat und das mit meiner Allergie nicht gerade harmonierte, wechselten wir nach nur zwei Nächten zu Jose, einem <a href="http://www.couchsurfing.com/">CouchSurfing</a> Mitglied. Der lebt am Playa Blanca, ungefähr 15km südlich von Iquique. Es ist herrlich hier. Ruhe, keine Autos, das Rauschen des Meeres, Sonne, eine Waschmaschine, warme Dusche... Wir fühlen uns wohl. Während vor uns das Meer aktiv ist, liegt hinter unserem Haus eine Wüstenberglandschaft. Eine faszinierende Kombination. <br /><br />Das Idyll am Playa Blanca kann sich durch ein Erdbeben in eine Gefahrenzone verwandeln. Wir müssen uns laut Jose zwar nicht viele Gedanken darüber machen, doch in dringenden Fällen - wenn die Möbel umfallen und die Fenster zerspringen - sollten wir uns schleunigst zu einigen Bäumen begeben, die sich auf den Sandbergen befinden. Er meinte, dass solch ein Fall in den letzten 100 Jahren nicht vorkam. Ein starkes Erdbeben, dass ein Fluten des Meeres zur Folge hat, ist reichlich unnormal, doch die Erwärmung der Erde kann dies leicht verändern.<br /><br />Jose ist entweder in seiner Speditionsfirma aktiv oder treibt sich mit seinem Freund Cristian herum, um Paraglider-Interessierte anzulernen und Tandemflüge zu realisieren. Ach, wie gern würden auch wir einmal auf diese Weise durch die Lüfte segeln...<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/iquique-humberstone/IMG_0465.JPG"><img border="1" align="left" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/iquique-humberstone/IMG_0465.JPG&amp;w=100"></a>Vorgestern waren wir in Humberstone, einer Geisterstadt. Einst fand sich hier eine Salz und Jodmine, die um die 1880 ins Leben gerufen wurde. Heute ist sie inaktiv, doch in ihr steckt noch das Leben von gestern. Es war herrlich auf der Suche nach dem Leben vor 130 Jahren durch die verrosteten Minengebäude zu laufen und die leeren Häuser zu durchkämmen. Gut, dass das Gelände nur von einer Seite abgesperrt ist, denn es gewährte uns auf diese Weise von der anderen Seite kostenlos Eintritt. Hurra!<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/chile/iquique-humberstone/IMG_0458.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/chile/iquique-humberstone/IMG_0458.JPG&amp;w=300"></a></div> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/wir-sind-in-chile.html</link>
      <pubDate>2008-04-16 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Unsere Bleibe in Iquitos ]]></title>
      <description><![CDATA[ In Iquitos fanden wir Obdach bei Pilar, der Freundin von <a href="http://amazontripping.blogspot.com/">Egle</a>, einer Litauerin, die an einem Forschungsprojekt über Shamanismus im peruanischen Dschungel arbeitete. Momentan arbeitet Egle allerdings an anderen Projekten und Ideen in Peru.<br /><br /><span style="font-weight: bold;">Wie haben wir wohl die letzten 4 Wochen bei Pilar gehaust? </span><br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9676.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9676.JPG&amp;w=200"></a>Pilars Haus, bzw. das ihrer Tante Maria, befindet sich an einer Straßenkreuzung, in einer weder reichen noch armen Nachbarschaft. Die Häuser sind meist aus Holzlatten und Ziegeln erbaut worden. Unser Haus besteht aus vertikalen Holzlatten mit einem Zinndach. Tagsüber verwandelt sich das Haus in eine Sauna und ist nur für saunaverrückte Finnen eine Wohltat. <br /><br />Die Haustür hat kein Schloß, nur einen kleinen, metallischen Riegel, der nachts von Maria vorsichtig vor die Tür geschoben wird. Zusätzlich stellt Maria einen kleinen Tisch vor die Tür. Man weiß ja nie...<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9659.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9659.JPG&amp;w=100"></a>Das geräumige Wohnzimmer wartet direkt hinter der Eingangstür und ist heißbegehrt. Nahezu jeden Tag bricht gegen 22 Uhr das Bingo-Fieber aus. Dafür finden sich 4-5, manchmal auch 8, von Marias rauchfreudigen Spielgenossen im Haus ein und verkünden für die folgenden 3-4 Stunden die gezogenen Zahlen. Hin und wieder schreit dann einer der Spieler "BINGO!" in die Runde und sammelt seinen Gewinn ein, der monetär auf jedem Spieltisch für eingesetzt wurde. Die Idee von Bingo ist, dass die ausgerufene Nummer auf der eigenen Spieltafel gesucht und mit einem Spielstein belegt werden muß. Jeder von Marias Spielern hat <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9709.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9709.JPG&amp;w=100"></a>ungefähr 12 dieser Tafeln vor sich liegen, so dass das Spiel zur intensiven Herausforderung wird. Sobald ein Spieler eine horizontale, vertikale oder diagonale Reihe mit Spielsteinen bedeckt hat, ruft er "Bingo!" und gewinnt die Runde. Die Menge von Nummern auf den Spieltafeln werden in Marias Haus mit Maiskörnern bedeckt, die am Morgen von den hauseigenen Hühnern mit Freude stiebitzt werden. <br /><br />Bingo, so scheint es, ist ein wahrer Hit in Peru. Selbst auf einen der Boote, die wir entlang des Rio Napo nahmen, bildete sich eine Gruppe von Bingo-Fanatikern, die dabei kopflos den gesamten Ein- und Ausgangsbereich des dritten Oberdecks blockierten. Außer ihren Körnern und Nummern bekamen sie um sich herum nichts mit. "Vierundzwanzig - Zwei Vier, (schütteln des Bingo-Beutels mit den Spielsteinen), Sechsundfünfzig - Fünf Sechs, (schütteln), Vierzehn - Eins Vier, ..., Bingo!, Einundzwanzig - Zwei Eins, ...", hallte es die ganze Nacht - zur Freude derer, die Zuflucht in ihren Träumen versuchten zu finden und bei diesem Lärm kläglich daran scheiterten - durch das Boot.<br /><br />Aber nun zurück zum Haus. Für die Bingo-Episoden wird das Wohnzimmer mit vier schmalen Tischen ausgestattet. Reichlich Platz also, der tagsüber von Kindern in Beschlag genommen wird. Von dem Wohnzimmer zweigt ein 12 Meter langer Korridor ab, der bis zur Küche führt. Links und rechts von dem Korridor zweigen die Zimmer ab, deren Wände auch aus Holzlatten bestehen. Es gibt zwei Räume auf der linken und drei auf der rechten Seite. Die Hälfte des Korridors hat einen zementierten Fußboden, die andere Hälfe und zwei der Räume, sind auf nacktem Erdboden errichtet. <br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9658.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9658.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9665.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9665.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9674.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9674.JPG&amp;h=100"></a><br /></div><br />In einem der frisch zementierten Räume quetschten wir unser Zelt hinein und versuchten es uns gemütlich zu machen. In Iquitos ist es wichtig, unter einem Moskitonetz zu schlafen; eine Funktion die unser Zelt glücklicherweise erfüllt. Um ehrlich zu sein, gibt es nur vereinzelt ein paar Moskitos, aber man weiß ja nie. Die Doktoren in Iquitos erklärten uns, dass in den Städten zwar selten Malaria-Erkrankungen auftauchen, dafür aber das Dengue-Fieber an der Tagesordnung sei.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9675.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9675.JPG&amp;w=150"></a><br /></div><br />Es gibt 5 Räume in Marias Haus, die eine Wohnfläche von 36m² umfassen. Drei der Räume haben eine durchschnittliche Größe von 2mx3m, die anderen zwei sind ein klein wenig größer. Wir leben in einem der kleinen Räume. Der zweite Raum ist nahezu leer, einzig mit einem Bett ausgestattet und ab und zu ausgerüstet mit einem schlafenden, vor sich hin gurgelnden, 2 Monate altem Hühnchen. Der dritte Raum gehört Pilar und faßt kaum mehr als ihr Bett, ein Regal und einen Fernseher.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9728.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9728.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9713.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9713.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9776.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9776.JPG&amp;w=150"></a><br /></div><br />Maria und ihr Ehemann Serapio schlafen in einem der größeren Räume auf der linken Seite des Korridors. Der Alkoholiker Serapio ist ein durchaus glücklicher Mann. Wenn seine Frau mal wieder äußerst enttäuscht über seine Trinkerei ist (er war trocken für ein Jahr und begann erst eine Woche vor unserer Ankunft erneut zu trinken), schlägt sie ihm mit der flachen Hand auf die rechte Wange. Anstatt ärgerlich darüber zu werden, bietet ihr Serapio seine linke Wange für einen weiteren Schlag an. Ein geschickter Trick, um Maria zum Lächeln zu bringen, denn die andere Wange schlägt sie mit Vergnügen. In solchen Momenten kann es passieren, dass beide im winzigen Hinterhof hinter der Küche verschwinden, wo die Hühner beherbergt werden. Dort beginnt Maria Serapios graue Haare einzeln herauszuzupfen, was ihm zwar nicht gefällt, er aber mit wenig Murren über sich ergehen läßt. Obwohl der Hausbesitzer jeden Tag betrunken ist, kümmert sich seine Familie liebevoll um ihn. Sie füttern ihn, reden mit ihm offen über ihre Gefühle und ihre Sorge um ihn und seine Gesundheit, was oft in einer endlosen Blödelei endet und sorgen sich um ihn, als wäre er ein Kleinkind. Wir haben nicht ein <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9740.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9740.JPG&amp;w=100"></a>einziges Mal einen ernsthaften Konflikt wegen Serapios betrunkenen Zustands erlebt. Einzig Marias Vorliebe, mit dem größten Topfdeckel oder ihren kräftigen Händen auf Serapio einzuschlagen, war ein tagtäglich zu observierendes Schauspiel. Beim Vergleich ihrer und Serapios Statur erinnert diese Szene jedes Mal an einen Cartoon.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9666.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9666.JPG&amp;w=150"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9662.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9662.JPG&amp;w=150"></a><br /></div><br />Schließlich kommen wir zum fünften Raum, den Pilars Schwester Maribel, ihr Ehemann Carlos und deren Kinder Carolina (12) und Carlitos (9) bewohnen. Maribels Ehemann arbeitet als Nachtwächter und ist im Wochentakt im Einsatz. Wenn er arbeitet, schläft er immer tagsüber auf dem nackten Zementfußboden im Wohnzimmer, dem einzigsten Raum, der wenigstens ein kleines Lüftchen Erfrischung einläßt. Maria und Serapio sind seine Eltern.<br /><br />Nach den Räumen gelangt man in die Küche mit ihrem langen, hölzernen Tisch. Es scheint als hätte dieser in den letzten Jahren alles mögliche absorbiert: Waser, Öl, Speichel und eine gehörige Portion Hühnerkacke. Ein kleinerer Tisch in der Ecke beherbergt einen Kanister Trinkwasser. Der Küchenfußboden besteht aus roter Erde. Eigentlich ist das sehr praktisch. Wenn man einen Rest Öl in der Pfanne hat, kippt man ihn einfach auf den Boden. Das stört niemanden, denn der Boden saugt das Öl ruckzuck auf. Genauso funktioniert das mit Wasser oder Essensresten. Letzteres wird mit Vorliebe von den Hühnern gefressen, die durch das Badezimmer immer wieder in die Küche einbrechen.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9670.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9670.JPG&amp;w=120"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9717.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9717.JPG&amp;w=120"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9718.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9718.JPG&amp;w=120"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9773.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9773.JPG&amp;w=120"></a><br /></div><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9667.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9667.JPG&amp;w=120"></a>Neben der Küche befindet sich direkt die Toilette mit angebundenem Waschplatz. Es ist ein zementierter, ca. 6m² großer Raum mit einem etwas demolierten Duschvorhang. Die Rückwand des Badezimmers ist neben einer halbhohen Mauer mit einem riesigen Maggi-Poster und einigen Holzlatten ausgestattet und hat die Funktion eines Raumteilers zum Nachbarhaus. Die Dusche beherbergt zwei große Plastikschüsseln gefüllt mit Wasser aus der einzigsten Plastikleitung im ganzen Haus. &nbsp;<br /><br />Die Rückwand des Hauses ist eine Konstruktion aus Holzbrettern, die im Abstand von 8cm horizontal befestigt sind. Der Abstand zwischen den Brettern ist groß genug, um den Küken <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9673.JPG"><img border="1" align="left" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9673.JPG&amp;w=120"></a>einen ungehinderten Eintritt in die Küche zu ermöglichen. Hinter der Küche liegt ein Miniaturgarten (6m x 5m), für den 12 Hühner zuständig sind. Jeden Morgen veranstaltet ein Teil dieser Vogelviecher ein Fest auf dem Küchentisch, markiert sein Revier direkt darauf und prüft mit Kennerblick die Situation im Wohnzimmer, wo sie die Spielsteine des Bingo-Abends vertilgen. Die Hühner schleichen sich ins Haus, indem sie über die Wand<a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9768.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9768.JPG&amp;w=120"></a> des Badezimmers flattern. Sie stecken ihre Schnäbel mit Vorliebe in die Kochtöpfe vom Vortag. Wenn wir unser Frühstück zubereiten wollen wundert es uns mittlerweile nicht mehr, wenn wir einen Stapel voll Hühnerkacke darauf entdecken. Der Anblick ist widerlich, doch nach einer Woche gewöhnten wir uns daran und statt uns daran zu stören, fertigen wir mittlerweile wie alle anderen unser Gemüse darauf an, sobald sich jemand gefunden hat, die Hühnerkacke wegzuwischen.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9752.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9752.JPG&amp;w=200"></a><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9758.JPG"><img border="1" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9758.JPG&amp;w=200"></a><br /></div><br /><span style="font-style: italic; text-decoration: underline;">Ein paar weitere Beobachtungen über das Leben in diesem Haus:</span><br /><br /><ul><li>Einige Male sahen wir Maria, wie sie eine Henne fing, ihr eine Feder herausriß und diese schließlich entzwei teilte. Einen Teil der Feder warf sie auf den Küchenfußboden und den anderen weichte sie kurz in einer Flüssigkeit ein, die sich in einer grünen Limonadenflasche (wir vermuten, da war Desinfektionsmittel drin) befand. Und dann, ratet mal? Sie begann ihre Ohren damit zu säubern!</li><li>Wir kochen hier mit einem Gasherd, ein teueres Unterfangen in Iquitos. Eine zehn Kilogramm (circa 15 Liter) schwere Gasflasche kann man für 33 Soles (€ 8) neu auffüllen lassen. Im Vergleich dazu ist die Gasflasche in Ecuador um das Doppelte größer und kostet umgerechnet nur € 1,30.</li><li>Haustiere. Wie ihr wahrscheinlich schon mitbekommen habt, gibt es eine Menge Hühner in diesem Haus. Unter ihnen findet sich ein zwei Monate altes, beonderes Hühnchen, dass der Hühnerschar ein Dorn im Auge ist. Neben Mobbing am Arbeitsplatz wir es getreten und man beraubt es gewaltvoll seines Federkleides. Die einzige Lösung ist, dass arme Vogelvieh im Haus unterzubringen. Das Problem hierbei ist, dass es keinen speziellen Platz für sich hat, wo es die Nacht verbringen kann. Es schläft also abwechselnd auf dem Küchenstuhl, in verschiedenen dunklen Ecken des Hauses oder aber zwischen und auf unseren Schuhen. Einmal stand Augustas sehr frühzeitig auf, noch in der Morgendämmerung und um ihn herum war es noch halb dunkel. Er hatte seine Schuhe samt seiner braunen Socken vor das Zelt gestellt und als er einen Blick darauf warf schien es, als wäre eine seiner Socken auf den Boden gefallen. Er griff nach dieser Socke, die plötzlich lautstark zu quieken anfing. Die Socke zeigte ihr wahres Gesicht und floh in einem Satz aus unserem Zimmer. Es war das arme, verlorene Hühnchen! Augustas hatte es aufgeweckt und es mit seiner Verwechselung zu Tode erschreckt. Es tat ihm unendlich leid, denn das Huhn nahm nun für einige Stunden Abstand von ihm.</li><li><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9766.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9766.JPG&amp;w=80"></a>Ein weiterer, regelmäßiger Gast in diesem Haus ist eine grau-getigerte Katze. Sie ist ein Einzelgänger und scheint niemanden zu gehören. Irgendwann, in nicht so langer Vergangenheit, tauchte sie in Marias Küche auf, wo die Bewohner des Hauses sie zu füttern begannen. Um die Wahrheit zu sagen, jeder war glücklich, die Katze im Haus zu haben, da mit ihrem Auftauchen die Mäuse schon am Hauseingang eine Kehrtwende machten.</li><li>Die Einheimischen drinken das Wasser direkt aus der Plastikleitung im Badezimmer. Wir <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9733.JPG"><img border="1" align="right" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos-house/IMG_9733.JPG&amp;w=100"></a>wollten uns keine zusätzlichen Parasiten aufladen und bevorzugten deswegen den regelmäßigen Kauf einer 18 Liter Flasche gereinigten Wassers. Es ist der billigste Weg an Trinkwasser heranzukommen, denn es kostet nur 2,5 Soles (€ 0,60) die Flasche aufzufüllen und die Menge reicht für uns beide für zwei Tage. In Mexiko kostete die gleiche Flasche das Doppelte mit 16-18 Pesos (€ 1,10).</li></ul><br />Nun gut, soviel zu unserer Bleibe der letzten vier Wochen. Hier wurden wir krank, kochten vegetarische Speisen, litten unter der Hitze... Aber all das liegt bereits in der Vergangenheit, da wir kürzlich in Lima <span style="font-style: italic;">mit unserem ersten getrampten Flugzeug </span>eingetroffen sind. Wie, das verraten wir euch beim nächsten Mal.<br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/unsere-bleibe-in-iquitos.html</link>
      <pubDate>2008-03-31 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Iquitos - eine Stadt ohne Autos ]]></title>
      <description><![CDATA[ <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos/IMG_9639.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos/IMG_9639.JPG&amp;w=200"></a>Wer erwartet hat, dass wir hier von einem ökologisch sauberem, völlig unberührtem Ort berichten werden, der hat sich geirrt. Iquitos ist zwar eine riesige Stadt ohne Autos, doch an innerstädtischem Verkehr mangelt es keineswegs. Wie jetzt...viel Verkehr und keine Autos, wie passt das denn zusammen? Laß uns folgendes versuchen. Schließe deine Augen und stell dir vor, du stehst in der Mitte einer großen Straße. Öffne deine Augen. Vor dir stehen dutzende Motorcaros (dreirädrige Rickshawmotorräder). Wiederhole den Vorgang. Augen schließen, vorstellen, Augen öffnen. Du siehst das Gleiche: Motorcaros. Du kannst es glauben, bis auf 0,01% Ausnahmen, kursieren in dieser Stadt nur diese motorisierten Dreiräder herum. Wir sahen nur vereinzelt einen LKW und eine handvoll Fremder (oder auch reicher Leute), die mit einem Mazda, Toyota, Volkswagen und sogar einem russischen Lada in diese Motorcaro-Landschaft hineinprotzten.<br /><br />Übrigens gibt es eine ungefähr 100km lange Straße, die in den Südwesten von Iquitos, nach Nauta, führt. Um dorthin zu gelangen, haben sich Kleinunternehmer herausgebildet, die Fahrten nach Nauta für 10 Soles (€ 2,30) anbieten. Für die kleinere Geldbörse gibt es in diesem Fall einen Direktbus.<br /><br />Praktisch betrachtet grenzt die Navigation eines Autos in Iquitos an eine reine Katastrophe. Die Anzahl der auf den Straßen herumschwirrenden Motorcaros und Motorräder ist enorm. Straßenlinien oder sonstige Begrenzungen existieren nicht. Jeder Fahrer kurvt frei nach seinem Ermessen und Vergnügen durch die Stadtlandschaft. Sie schneiden Kurven und heben dabei fast ab, sie messen sich gegenseitig an der Geschwindigkeit, rasen mit Vorliebe durch die fürchterlichsten Straßenlöcher hindurch und sind ehrlich gesagt nur durch die Ampeln aufzuhalten. Ein reichlich überraschender Fakt. Als Fußgänger sollte man aber trotz grünem Licht auf seine Anwesenheit aufmerksam machen, da die Motocaro-Fahrer unerklärlicherweise in eine Art Starre verfallen, sobald sie von den Verkehrslichtern gestoppt werden. Wie Zombies stieren sie auf die Lichter, ohne auch nur ansatzweise zu realisieren, was außerdem um sie herum passiert. Sobald die Ampel auf grün schaltet, ist alles aus. Das Rennen beginnt und wer aus Versehen zu dieser Zeit noch auf dem Rennfeld (der Straße) steht, der wird mit Sicherheit durch die Luft gewirbelt oder dermaßen in die Enge getrieben, dass er sich am besten nicht bewegt, bis die Ampel für die Motorcaros erneut auf Rot schaltet. Ein wahrlich realisierter Alptraum auf Iquitos Straßen.<br /><br />Die übrigen Motorräder, die ca. 20% aller Verkehrsmittel umfassen, befinden sich meist in Privatbesitz. Die dreirädrigen Konstruktionen bilden den Rest der Transportmittel und sind im übrigen die effektivsten, um in Iquitos schnell und direkt ans Ziel zu gelangen. Diese Motocaros funktionieren als Taxis, denn die uns bekannten, vierrädrigen Kollegen existieren in Iquitos nicht. Aber keine Sorge, ihr Fehlen am Platze fällt weder auf, noch ins Gewicht. <br /><br />Die Motocaros bestehen aus einem Motorrad mit einer Art Rickshaw-Anhänger, in denen bis zu vier Personen Platz finden. Vielleicht sogar mehr, denn auch der Gepäckträger faßt so einiges. Unsere Rucksäcke samt restlichem Reisegepäck fanden problemlos Raum, um mit uns tranportiert zu werden. Die meisten Fahrer sichern glücklicherweise das Transportgut mit Seilen. Manchmal jedoch ist es ratsam, mit Händen und Füßen rücklinks das Gepäck zu greifen, um nicht bei Ankunft die Hälfte verloren zu haben. Vor dem Regen ist der Fahrgast generell sicher, da die Sitzbank ein Dach hat. Für die Fahrer kann es allerdings ungemütlich werden und um nasse Hosen zu vermeiden, befestigen sie gekonnt ein quadratisches Stück Plastikplane an der Vorderseite des Motocaros. Es bleibt ihnen dann zwar nur ein enger Sehschlitz, aber sie kommen auf diese Weise definitiv mit einem trockenen Hosenboden davon.<br /><br />Die meisten Motocaros werden für 20 Soles (€ 4,70) pro Tag angemietet. Das heißt, die Fahrer mueßen mindestens 30 Soles (€ 7) am Tag verdienen, um ihre Familie wenigstens mit einem Teller Reis zu ernähren.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos/IMG_9640.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos/IMG_9640.JPG&amp;w=200"></a>Die Fahrtkosten in einem Motorcaro müssen vor Fahrantritt verhandelt werden. Der Preis für einen 1-2km langen Weg beträgt 1,5 Soles (€<br />0,30). Je länger der Weg, desto höher der Preis (2,5 soles und höher). Eine Reise vom Stadtzentrum zum weit entfernten Flughafen kostet zwischen 7 und 8 Soles (€ 1,70). Normalerweise schlagen die Motocaro-Fahrer 0,50 Soles auf den Standardpreis drauf. Wer also ein Motocaro anhält und zum Beispiel 2 Soles hört, muß sofort mit 1,5 Soles kontern. Es ist wichtig, den Preis immer vorher klarzumachen, insofern man nicht übers Ohr gehauen werden will.<br /><br />Übrigens ist es bei Alleinreise billiger, wenn man einen der Stadtbusse für 70 Centimos (€ 0,17) nimmt. Das sind eine Art miniaturisierte Autobusse ohne Glas in den Fenstern, die ungefähr 40 Passagiere fassen. Wenn es regnet, können eine Art Plastikfenster nach oben geschoben werden. Die Busstrecke führt normalerweise entlang der Hauptstraßen Iquitos. Wenn man also zur anderen Seite der Stadt will, zum Beispiel zum Flughafen, ist die Reise mit dem Bus ums Zehnfache billiger als mit einem Motocaro.<br /><br />Also, willkommen in Iquitos, der größten Stadt der Welt (mit 500.000 Einwohnern) ohne Straßenanbindung. Das nahegelegenste Städtchen mit Anschluß an die restlichen Straßen von Peru ist Yurimaguas, eine dreitägige Bootsreise (70 soles - € 17) entlang des Marañón- und Huallagaflußes.<br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/iquitos-eine-stadt-ohne-autos.html</link>
      <pubDate>2008-03-23 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Wen bezeichnen die Peruaner als Affen? ]]></title>
      <description><![CDATA[ In unserer momentanen Unterkunft fanden wir eine Art "Bild"-Zeitung. Wir wollten nur einmal kurz hindurch stöbern, doch unsere Augen blieben an einem winzigen Artikel in der untersten, linken Ecke hängen.<br /><br /><div style="text-align: center;"><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/iquitos/IMG_9635.JPG"><img border="1" alt="" title="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/iquitos/IMG_9635.JPG&amp;w=200"></a><br /></div><br />"Mono manda a la basura a la OEA" Das bedeutet soviel wie "Der Affe sendet die OEA in den Abfall". Die OEA (<a href="http://www.oas.org/main/english/">Organizacion de Estados Americanos</a>) ist eine Organisation der Amerikanischen Staaten, die 35 Länder der amerikanischen Kontinente und der Karibik miteinander verbindet. Die Nachricht war kurz und sprach vom ecuadorischen Präsident, der sichtlich unzufrieden mit den neuesten, politischen Aktionen Kolumbiens ist. Er schiebt der OEA die Schuld für diese Entwicklung zu und meint, dass die OEA in den Abfalleimer der Geschichte gehört.<br /><br />Der ecuadorische Präsident ist ein Affe? Genau! Wie die Litauer die Letonen als "Pferdeköpfe" beschimpfen, verhöhnen die Peruaner die Ecuadorier als Affen. In Ecuador dagegen redet man von Hühnern, wenn es um die Peruaner geht.<br /><br /><a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8724.JPG"><img border="1" align="left" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8724.JPG&amp;w=60"></a>Diese Spitznamen sind uns bereits seit Pantoja, dem ersten peruanischen Dorf hinter der Grenze im Rio Napo, vertraut, in dem wir zwei Wochen verbrachten. Unser Gastgeber Nicolas klärte uns damals auf. In Pantoja gibt es nämlich einen Militärstützpunkt und nahezu regelmäßig fliegen die Soldaten ins Dorf aus, um ihre morgendlichen Konditionsübungen der Dorfbevölkerung zu demonstrieren. Ein Schauspiel erster Klasse, das morgens um 6:30 Uhr begann. Die Soldaten rannten im Kreis um das Dorf herum und trugen abwechselnd Baumstämme oder Waffen mit <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8904.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2008/peru/rio_napo/pantoja_family/IMG_8904.JPG&amp;w=100"></a>sich. Im Laufschritt sangen sie dabei über Affen (in Gedanken die Ecuadorier vor Augen) und deren Blut. Sie erreichten alsbald das Fußballfeld der Dorfschule (vor unserem Haus liegend) und machten zu unserem Vergnügen für die nächste halbe Stunde reichlich schweißtreibende Übungen. Es war interessant und doch seltsam zu hören, dass das peruanische Militär so respektlos von seinem ecuadorischen Nachbarn singt.<br /><br />Um kurz auf Pantoja und unsere Reise entlang des Rio Napo zurückzukommen, wir haben ein FAQ über die Route erstellt. Momentan ist es nur in Englisch verfügbar, doch wir sehen zu, dass wir es ins Deutsche übersetzt bekommen. Hier die englische Version: <a href="http://www.followtheroad.com/en/rio-napo-guide-from-ecuador-to-peru.html">Rio Napo Guide</a><br /><br />Das soviel zu den Neuigkeiten in der lokalen Tageszeitung. Neuigkeiten gibt es über uns weniger zu berichten. Wir sitzen noch immer in der größten Stadt der Welt ohne Straßenanbindung - Iquitos - fest. Augustas Malaria scheint vollständig auskuriert. Die letzten Blutproben stehen in diesen Tagen an und in zwei Wochen erhalten wir auch endlich die Resultate der Dengue- und des Leptospirosis-Tests.<br /><br />In der kommenden Woche hoffen wir unsere Füße endlich wieder auf wahres Festland zu setzen. Die erste "Autobahn" ist drei Tage zu Boat (€ 17) entfernt. Mit dem Flugzeug (€ 33-67) ist man in wenigen Stunden wieder mit dem Rest der Straßenwelt verbunden. Wir suchen gerade nach einer Möglichkeit, einen kostenlosen Flug spendiert zu bekommen, doch in diesem Teil der Welt scheint das nicht das einfachste Unterfangen. <br /><br />Sollten wir dennoch Erfolg haben, würde sich dieses Ereignis positiv auf unsere derzeitige Situation auswirken. Nach unserer gestrigen Großaktion der noch übrigen Geldmittel, sprangen uns ganze 1200 Euro entgegen. Mehr wurde es einfach nicht. Sobald wir also zurück auf den Straßen dieser Welt sind, werden wir nach einem Örtchen Ausschau halten, an dem wir unsere Reisekasse wieder aufpäppeln können. Wer weiß, wo das wohl sein wird... (Ideen und Vorschläge sind herzlich willkommen!)<br /><br />Liebe Grüße,<br />Katja &amp; Augustas<br /><br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/wen-bezeichnen-die-peruaner-als-affen.html</link>
      <pubDate>2008-03-08 00:00:00</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title><![CDATA[ Fotos von Ecuador online! ]]></title>
      <description><![CDATA[ <a target="_blank" style="border: 2px none black;" href="http://www.followtheroad.com/photos/2007/2007_ecuador/cuenca/IMG_6130.JPG"><img border="1" align="right" title="" alt="" src="http://www.followtheroad.com/thumb/thumb.php?src=../photos/2007/2007_ecuador/cuenca/IMG_6130.JPG&amp;w=200"></a>Hallo ihr Lieben,<br /><br />anbei der Link zu unseren Foto-Sammelwerken von Ecuador:<br /><br /><a href="http://www.followtheroad.com/de/fotos.php">Fotoserie Ecuador</a><br /><br />Viel Spaß beim Stöbern!<br /><br />Katja &amp; Augustas<br /><br /> ]]></description>
      <link>http://www.followtheroad.com/de/fotos-von-ecuador-online.html</link>
      <pubDate>2008-03-04 00:00:00</pubDate>
    </item>
  </channel></rss>